Wir für alle! Sei dabei!


Der Münchner Techno-Club Harry Klein startet eine neue Crowdfunding-Kampagne nach dem Motto: Wir für alle! Ziel der Kampagne ist es, stärker auf die Partner des Clubs und deren Projekte aufmerksam zu machen. Im konkreten Fall sind das der Condrobs e.V., die CSD München GmbH, der KulturRaum München e.V. sowie die Mindzone, der Münchner Aidshilfe e.V. und der Sub e.V. sowie das WUT-Kollektiv.

Conrad Breyer vom CSD München dazu: „Wir lieben es, nachts in den Club zu gehen und unsere Seele baumeln zu lassen. Tanzen, Feiern, Trinken gehen einher mit der Suche nach sozialen Kontakten. Das machen wir schon lange und meistens klappt es gut. Vor allem funktioniert es gut, weil das Harry Klein mit verschiedenen sozialen Partnern kooperiert. Diese Arbeit und das damit verbundene Engagement bleiben jedoch eher im Verborgenen. Mit dieser Kampagne geben wir mehr Einblick auf das, was im Hintergrund läuft.“

Ziel ist es auch, Freunde des Clubs und der Münchner Community zu Spenden zu animieren, damit die, über die Szene hinaus wichtigen Einrichtungen auch künftig Bestand haben. Man kann die einzelnen Vereine und Verbände und deren konkrete Projekte direkt unterstützen. Die Kampagne wird im Lauf des Harry Klein Kulturdonnerstag Livestreams am 29. April 2021 auf der Crowdfunding Plattform StartNext veröffentlicht. Bis Ende Mai besteht dann die Möglichkeit, Flagge zu zeigen und einzelne Projekte zu unterstützen.


Die Projekte im Überblick:

Die Streetworker von Condrobs e.V. sind am Wochenende auf Münchens Straßen aktiv. Sie arbeiten präventiv und informieren über alle offenen Fragen wie beispielsweise einen sicheren Heimweg, risikoarmen Alkoholkonsum oder auch Verhaltensregeln zum Schutz vor K.o.-Tropfen. Das Team arbeitet deeskalierend und will mit Spenden die Streetwork-Arbeit auf der Partymeile verstärken.

Der CSD München ist seit 1980 eine feste Größe für die LGBTQ-Community in ganz Süddeutschland und tritt stets ein für gleiche Rechte und Akzeptanz. Auch das Harry Klein ist immer mit dabei. Der Club unterstützt den CSD unter anderem beim Kulturprogramm. Im Gegenzug bietet der Münchner Pride der Münchner Club-Kultur eine Bühne. Eine Unterstützung hilft hier ganz direkt, um die Herausforderungen auch im zweiten Corona-Jahr zu bestehen und so den Christopher Street Day in München 2021 organisieren zu können.

Der Club Harry Klein ist nicht nur ein Raum zum Feiern, sondern gleichzeitig ein “Safe Space” für die ganze Community. Mit Spenden wollen die Clubbetreiber professionelle Awareness Schulungen entwickeln und finanzieren.

Der Verein KulturRaum München braucht Unterstützung für seine „GästeCafés“. Das GästeCafé ist eine Begegnungsmöglichkeit für angemeldete Kultur-Gäste, also Münchner mit geringem Einkommen. Es geht darum, sich zu begegnen, auszutauschen, einen künstlerischen Beitrag zu genießen oder auch selbst kreativ zu werden. Mit den Spenden sollen Gagen für eingeladene Künstler finanziert werden.

„sauberdrauf!“ - unter diesem Slogan ist Mindzone seit 1996 bayernweit in der Partyszene aktiv und vermittelt Informationen rund ums Thema Partydrogen und Suchtrisiken. Ziel ist es, junge Menschen zur Reflexion des eigenen Konsumverhaltens anzuregen. Mindzone hat durch die Corona-Pandemie bedingt seine Angebote überwiegend in den virtuellen Bereich verlagert und eine anonyme Online-Beratung ausgebaut, für die weitere Spenden gesucht werden.

Die Münchner Aids-Hilfe ist eine wahre Institution in Bayern und begleitet LGBTQ-Menschen mit psychischen Erkrankungen und  HIV / Aids. Mit Hilfe von Spenden soll gerade auch vielen einsamen HIV-Patienten die Möglichkeit geboten werden, an Freizeitaktionen wie einem Museums- oder Kinobesuch oder auch einer Gruppenfahrt teilnehmen zu können.

[email protected] ist das Angebot im Sub für sogenannte "Rainbow Refugees". Haupt- und Ehrenamtliche begleiten und unterstützen mit Hilfe der Spenden die LGBTQ-Geflüchteten während des Asylverfahrens, in Behördenangelegenheiten, bei der Job- oder Wohnungssuche, beim Deutschlernen und bei der Integration in die Gesellschaft.

Das WUT-Kollektiv ist ein queerfeministisches DJ-Kollektiv mit dem Ziel, mit Hilfe von Spenden only Female* und Non-Binary-DJ* Workshops auszubauen und so die Subkultur von Frauen*, Non-Binary-People und Trans-Personen in der elektronischen Tanzmusikszene sichtbarer zu machen.

Die Kampagne findet man ab dem 29. April unter dem Link:

https://www.startnext.com/harry-klein-wir-fuer-alle

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